Studio wikipedia
Liegt diesem Studio auch in erster Linie die Idee der Realisierung eigener musikalischer Interessen zugrunde, so arbeite ich doch auch regelmässig für Andere. Diese Arbeit kann in einer Software-Entwicklung (Audio oder Video) liegen, aber ebenso im Bereich typischer Tonstudio-Arbeit. Für Live-Mitschnitte (bis zu 32 Spuren) kann ich auch eine 4-kanalige Beschallungstechnik aufbieten.

Für Aufführungen oder Vorproduktionen elektronischer/elektro-akustischer Musik stehen neben Max/MSP, mit M.A.R.S. und der EMS-Analyse-Filterbank B1-II, hochspezialisierte Instrumente der Spitzenklasse zur Verfügung. Meine klassischen analogen Synthesizer von ARP und Moog wurden um einen aktuellen MOTM Modular-Synthesizer erweitert!
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was auch geschah...
Vintage vs. Space-Age
War ich auch sehr glücklich mit meinem früheren Audio-Interface MIO 2882 +DSP, so gab es doch deutliche Schwächen bei den Mikrofon-Vorverstärkern. Als preislich günstigere Alternative in "gediegeneren Bereichen" bot sich der Einsatz von Vintage Equipment an.
Mein Eindruck war, mit etwas DIY Energie (Do It Yourself) einen Stereo-Vorverstärker für die Hälfte oder sogar nur ein Drittel des Preises zu bekommen, der für vergleichbares, modernes Equipment zu zahlen ist. Folglich habe ich zwei Telefunken V672 Universalverstärker, die Ende der 50er Jahre, ganz in der Nähe meiner Heimat, beim NWDR in Bremen, entwickelt worden waren, in ein 19 Zoll Rack gebaut, mit etwas zusätzlicher Elektronik, DI Eingängen, Phantomspeisung, Pad, Phasenschalter und Trafo versehen und ihnen als Mikrofonvorverstärker zu neuem Leben verholfen. Auch am Gehäuse gab es viel zu tun.
Es war ein grosser Teil der Arbeit, denn eine Höheneinheit ist für zwei V672 sehr knapp bemessen und es musste einiges an den innen verlaufenden Gehäusekanten geschliffen, gebohrt und gesägt werden, damit alles zusammenpasst. Zur besseren Abschirmung sind die Cassetten samt Gehäuse verbaut. Die Qualität des Verstärkers ist bemerkenswert, jedoch war der Preis nicht so günstig, wie gedacht, denn es kamen unter anderem einige Wege, Porto und Zoll wegen der zusätzlichen Elektronik von JLM Audio aus Australien dazu. Für gut ausgerüstete Elektrotechniker wäre es aber möglich, im avisierten Preisbereich zu bleiben. Die Zeit habe ich hier allerdings nicht mitgerechnet.
Der Auslöser für die Vintage "Entdeckungen" war, daß mich einige Neumann Gefell Mikrofone aus aus den 50er Jahren in ihrer Ausdrucksstärke wirklich überrascht hatten! Besonders mein erst-erstandenes Röhren-Mikrofon M582.1 hatte es mir angetan und war für den Einsatz am V672 eingeplant.
Deutlich ist der einfach stärkere Charakter dieser Klassiker! Dann aber, mitten in der Euphorie, kam das neue Audio-Interface ULN8 von Metric Halo und hat alles in den Schatten gestellt! Durch die ausserordentliche Qualität der (8) ULN-8 Preamps waren alle meine Bedürfnisse gedeckt, auch der Angriff auf die Mobilität war abgewehrt (der Telefunken Stereo Preamp wiegt über 3 kg - für 8 Kanäle hätte das 4 HE plus Case und Kabel bedeutet - also ca. 18-20 kg). So fand die gerade begonnene Leidenschaft ein frühes und jähes Ende, denn nun gilt es, den phantastischen Preamps des ULN-8 gerecht zu werden (eher mit DPA oder Brauner...). So ist Gegenwart.
Bewältigung des Studio-Alltags
Inzwischen habe ich sämtliche DAT Bänder, DVD´s und CD´s auf Harddisk überspielt und damit mein Backupsystem verändert und Tonbändern Lebewohl gesagt. Alles wird kleiner, besser, übersichtlicher, schneller zugänglich und günstiger. Eine wirkliche Erleichterung. Umfangreiches Material auf Festplatten zu "verwalten", bedarf deutlich weniger Aufwand und Zeit, als auf DAT-Bändern.
Meine MacBook Pro Festplatten sind beides SSD Speicher (=schnell und geräuschlos) - die zweite Platte im Rechner ist im OWC Data Doubler anstelle des DVD-Laufwerks eingebaut. Die SSD-Modifikation ist ein echter Zeitsprung! Bisher kann ich nur Positives berichten! Was für ein Gefühl, an einem (meistens) lautlosen Rechner zu arbeiten! Ausserdem ist er schneller und leichter. Durch die viel seltener arbeitenden Ventilatoren dürfte die Lebenserwartung des Rechners deutlich gestiegen sein.
Zuletzt noch ein lange verschlepptes Problem (nicht nur von mir!): der Studiotisch. Für Interessierte und Leidensgenossen habe ich versucht zusammenzufassen, was einen Studiotisch ausmacht. Zudem befindet sich dort auch eine Bemerkung zum Strom.
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