Jochen Bohnes

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Kurz:

Vorlieben sind die Improvisation und elektro-akustische Musik. Forschung und Vertiefung ins "neue Medium" Computer haben mein letztes Viertel-Jahrhundert geprägt. Neben Digitalisierung spielten Interaktivität, Bio-Feedback, künstliche Intelligenz, akustische Täuschungen oder Algorithmen der Chaos-Theorie genauso eine Rolle, wie Architektur, Numerologie, Psychologie oder Soziologie. Interface-Gestaltung ist ein grosses Thema.

Musizieren kann ein spirituelles Erlebnis sein.


Länger:

Klassischer Klavierunterricht seit der Kindheit. Erster Jazz-Unterricht bei Ed Kröger, Sigi Busch und Heinz Wendel in Bremen 1975-77.

1979-86: Bern. Musikstudium (Konzertdiplom Klavier) an der Swiss Jazz School bei Fritz Pauer, Joe Haider, Axel Jungbluth, Mladen Gutesha, Umberto Arlati und Billy Brooks. Weitere Kurse bei Paul Motian, Roland Hanna, Joanne Brackeen und Anderen. Erste eigene Band namens Axolotl.

Wechsel in die zeitgenössische Musik und Computer/Elektronik in der Neuen Musik (Köln, 1987-89). Aus der Zusammenarbeit mit Frank Gratkowski entsteht C.A.M.R. (Computer Aided Musical Research) für Experimente mit computergesteuerten-, elektronischen- und akustischen Instrumenten.

Seit 1990: Arbeiten mit dem MIDI-Programming-Environment Max (IRCAM).

90er: Lehrtätigkeiten in der Schweiz. 1993-95 Studien im Biozentrum der Universität Basel und bei Thomas Kessler im Studio für Elektronische Musik der Akademie für Musik Basel. Regelmässige Zusammenarbeit mit diesem Studio bis 1999. Arbeit mit digitaler Musikelektronik in Verbindung mit M.A.R.S. (Musical Audio Research Station) und dem Studio IRIS in Paliano (Rom). Zusammen mit Wolfgang Heiniger entstehen im Studio für Elektronische Musik der Akademie für Musik Basel das European Powerbook Ensemble und das World Powerbook Orchestra mit den Solisten Günter Heinz (tb) bzw. Robert Dick (fl).

Gelegentliche Arbeiten für André Richard und das Experimentalstudio des SWF (Strobel-Stiftung). 1996-2001 Aufenthalt hauptsächlich in Berlin, London und Staufen/Breisgau. Theatermusik-Produktion für das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg.

1999-2003: Subultra - mit Hayden Chisholm und Gareth Lubbe. Insgesamt entstehen zwei CDs und vier Live-Mitschnitte - drei für den WDR (zwei davon in grossen Besetzungen) und ein von der BBC mitgeschnittenes Studio-Konzert im Quartett mit dem Cellisten Adrian Brendel (im Studio I der BBC in London). In San Diego/USA kommt es zum Zusammentreffen mit Jonas Hellborg und Bob Moses. Hellborg ist auch der Bassist des Subultra Ensembles während eines UK-Aufenthaltes in Plush Manor.

Seit 1990 Software Entwicklungen auch für Andere, seit 2004 insbesondere für den sardischen Komponisten Giorgio Tedde. 1995 eigene Arbeiten mit dem selbst entwickelten Live-Video-Synthesizer CLUTI (Computer Licht- und Toninstrument).

2004: Zusammenarbeit mit der Metal Band Umount.

Umount: Mysterioso

2005: Leitung eines Recording-Studios in Basel. Recording, Editing und Mastering für verschiedene Künstler, hauptsächlich aus dem Bereich des Jazz.

Live-Visualisierungen für TechHouse Veranstaltungen (DJ´s Goran-N, Manon, Pascal Feos).

Seit 2006 verstärkte Verwendung analoger Elektronik und Arbeiten an der Entwicklung eines hybriden, elektronischen Instruments.

Seit 2007 Aufbau eines eigenen Studios.


Gelegentliche Verpflichtungen an Hochschulen in Deutschland, der Schweiz und den USA.


Konzerte/Festivals/Persönlichkeiten:

Musik der Jahrhunderte, Stuttgart/D; Musikwoche der Akademie der Künste, Berlin/D; RamTamTam, Köln; New Jazz Festival, Moers/D; Electromonty, Antwerpen/B; Muzik3, San Diego/USA; Klangart, Osnabrück/D; Drei Tage Musik, Bern/CH; Sampling Rage, Berlin/D; VCF-Festival, Köln/D; VorEcho, Freiburg/D; Unforeseen, München und weitere Festivals für Neue Musik in Berlin/D, Köln/D, Stuttgart/D, Saarbrücken/D, Dresden/D, Giessen/D, Freiburg/D, Wien/A, Amsterdam/NL, Basel/CH, Zürich/CH, Rümligen/CH, Luzern/CH und Paris/F.

U. a. mit Umberto Arlati, dem Trio Accanto, dem Arosa String Quartet, Robert Dick, Muneer Abdul Fatah, Vinko Globokar, Frank Gratkowski, Dave Peterson, Tim Wells, Bill Douglass, Jimmy Woode und Doug Hammond, der Basel Sinfonietta (Leitung: Arturo Tamayo) und dem Symphonieorchester des Saarländischen Rundfunks (Leitung: Diego Masson).

Klangtechnik für Electric Phoenix/Ltg.: Terry Edwards und für Alvin Curran. Software-Entwickung für Peter Ablinger, Luciano Berio, Thomas Kessler, Rolf Riehm, Karlheinz Stockhausen, Giorgio Tedde u.a..

Workshops und Vorträge in Basel, Berlin, Bern, Köln, Luzern, Osnabrück, München, San Diego, Stuttgart, Zürich.

Radio-Produktionen für die BBC, Radio Suisse Romande, DRS, WDR, SWF, SDR und Andere.