Der Odyssey klingt phantastisch und sehr musikalisch!!!
Der Odyssey hat nicht nur eine gute Stimmstabilität, sondern auch HiFi-Sound. Er klingt sauber (Nebengeräusche) und fällt daurch auch nicht aus einem modernen, digitalen Klangbild heraus.
Er bietet neben seiner schon vorhandenen Komplexität auch sehr gute Möglichkeiten zur weiteren Modifizierung.
Es ist wenig Technik im Odyssey, was die Wartung vereinfacht (verbilligt).
Er ist leicht und gut zu transportieren.
Er ist schnell in der Bedienbarkeit.
Das "Interface" ist intuitiv zu bedienen. Faderpositionen sind schneller wahrzunehmen als Potipositionen. Die Anordnung der Parameter ist die übersichtlichste, die ich kenne.
Der Odyssey ist "verhältnismässig günstig" zu bekommen. Auch kosten die Modifikationen im Vergleich zum Arp 2600 oft weniger als die Hälfte.
Stand 6/2009: Arp 2600 = 3000 - 7500 €, Arp Odyssey 1000 bis 2400 €.
Es kann ein dritter VCO (z.B. in Form des LITTLE BROTHER oder als Modifikation) hinzugefügt werden.
Der Odyssey ist aufgrund seines sauberen Klanges auch hervorragend als Basis eines hybriden Systems (analog und digital) zu gebrauchen. Hier fallen auch die Beschränkungen im Vergleich zum 2600 nicht mehr ins Gewicht. Speziell nach dem VCA Update würde ich ihn sogar als besser geeignet bezeichnen.
Einige Modifikationen sollten auf jeden Fall ausgeführt werden, denn sie machen das Instrument besser/leistungsfähiger, als es im Neuzustand war.
Audiopfad- und Filterupgrade beseitigen Produktionsfehler. Gut ist auch ein (3 er-) Schalter für die Beschleunigung bzw. Verlangsamung der Hüllkurven um den Faktor 10. Für perkussive Klänge ist die Beschleunigung extrem wirkungsvoll - solch schnelle Hüllkurven sind sehr selten in der analogen Welt und lassen den Odyssey weit vorne sein. Die Verlangsamung vergrössert dagegen die Zeiträume für Modulationsprozesse erheblich, was sich erweiternd auf das musikalische Spektrum auswirkt.
Das gleiche sollte mit der LFO-Frequenz passieren (Faktor 2). Modifiziert reicht sie so bis in den Audiobereich (FM). Hilfreich ist auch ein Schalter für Mono- oder Duophones Spiel. Es erweitert die Spielmöglichkeiten mehr, als es zunächst den Anschein hat.
Ein weiterer LFO, LAG-Prozessor, Sinus und Dreieck Wellenformen oder Aux-Eingänge für Filterfrequenz, -Resonanz und LFO-Speed und Aftertouch können dem Synthe hinzugefügt werden. Interssant sind auch ein Arp 2600 Oszillator, ein verbesserter VCA, Sinus- und Dreieck-Wellenformen oder ein zusätzlicher LFO für die PPC. Eine komplette Modularisierung ist nicht so sinnvoll, weil der Odyssey intern verschiedene Spannungen benutzt und die hinzugefügten In und Outs das Instrument nicht gerade stabiler machen.
ARP Odyssey - LFO and ADSR Mods von Jochen Bohnes.

