Schlaglichter

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Seit fast 20 Jahren entwickle ich Software auch für andere Komponisten. Darunter so illustre Namen wie Karlheinz Stockhausen, Thomas Kessler, Jaques Wildberger und Rolf Riehm. Für Giorgio Tedde entwickle ich seit einigen Jahren die gesamte Elektronik. Gelegentlich portiere ich auch den elektronischen Teil älterer Werke anderer Komponisten (Luigi Nono, Thomas Kessler u.a.) auf eine zeitgemässere Plattform. Die von mir für solche Arbeiten verwendete Programmier-Umgebungen sind Max/MSP/Jitter (Cycling74) und M.A.R.S. (IRIS, Rom).

Mir geht es in der Elektronik nicht um den "noch verrückteren Klang" oder "was der Computer alles kann", sondern um die Klanglichkeit und die instrumentale Spielbarkeit des elektronischen Setups.

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Mein aktuelles Gross-Projekt besteht darin, ein kompaktes, analoges Bühnen-Instrument aufzubauen, welches komplett in die Computer-Live-Elektronik eingebunden werden kann. Der duophone ARP Odyssey (Baujahr 1972-81) hat sich, nach einigen Modifikationen, als das ideale Instrument dafür herausgestellt. Gut zu transportieren und unkompliziert zu erweitern durch den ARP Little Brother und/oder den ARP Axxe.

Ein wirklich wunderbarer, kleiner Synthesizer, dessen klangliche Vielschichtigkeit den Musikanten in mir reizt! Auch in Sachen instrumentaler Disziplin ist der Odyssey eine Herausforderung, die bei regelmässiger Auseinandersetzung höchsten Genuss bereitet.

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Die gute M.A.R.S. (Musical Audio Research Station) von IRIS in Paliano in der Nähe Rom´s. Bei dem, was sie macht, klingt sie immer noch überzeugender als MSP. Traurig, das IRIS sich aufgelöst hat. Auch im Internet sind Hinterlassenschaften weitgehend verschwunden, so das ich mich, als eine der wenigen Privatpersonen, die je eine M.A.R.S. besassen, gefordert fühle, hier eine Art Nachruf zu verfassen (während ich mich immer wieder mit dem Gedanken befasse, sie wieder stärker einzusetzen).

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Nach vielen Jahren regelmässiger Zusammenarbeit mit Studios (z.B. Studio für elektronische Musik der Akademie Basel und Experimentalstudio des SWF) habe ich mir in den letzten Jahren ein eigenes, kleines (16 I/O) und sehr feines Studio aufgebaut. Höchste Qualität der verwendeten Geräte bei völliger Mobilität waren dabei der Maßstab - das gewährleistet die grösste Autonomie. Studio bedeutet zwar auch "Recording-Studio“, aber auch und insbesondere „Experimentalstudio für elektroakustische Musik“.

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