Schlaglichter

img

In der Elektronik suche ich in erster Linie nach der instrumentalen Spielbarkeit des elektronischen Setups - meine Erlebnisse als Pianist sind zu tiefgehend, als dass ich solche instrumentalen Möglichkeiten in der Elektronik durch ein Produktions-Setup mit Mouse und Tastatur ersetzen würde. Das Zauberwort heisst Interface!

Seit den 90er Jahren entwickle ich Software auch im Auftrag. Unter den Software-Empfängern gab es so illustre Namen wie Thomas Kessler, Jaques Wildberger, Rolf Riehm, Karlheinz Stockhausen u.v.a..

Gelegentlich habe ich die elektronischen Parts älterer Werke anderer Komponisten (Luigi Nono, Thomas Kessler u.a.) auf eine zeitgemässere Plattform portiert. Die von mir für solche Arbeiten verwendeten Programmier-Umgebungen sind und waren Max/MSP/Jitter (Cycling74) und M.A.R.S. (IRIS, Rom).

weiterlesen »

img

Die Möglichkeit, Audio- und CV (Control Voltage) beliebig zwischen Rechner und analogem Synthesizer auszutauschen, übt einen starken Reiz auf mich aus. Auch spricht mich die Eigenschaft modularer Systeme an, Komponenten austauschen oder zu erweitern zu können, da das Instrument in feinsten Nuancen verändert oder angepasst werden kann.

Realtime Sampling und CPU-CV-Control erzeugen ein facettenreiches Instrument. Nachdem ich mit MOTM- und Eurorack gestartet war, bin ich inzwischen bei Buchla Modulen gelandet und damit auch meinen klanglichen Vorstellungen deutlich näher gekommen. Die analogen Module bereiten mir wirklich anhaltend grosse Freude.

Ich denke, dort angekommen zu sein, wohin ich vor fast 30 Jahren aufgebrochen bin.

weiterlesen »

img

Nach Jahren enger und regelmässiger Zusammenarbeit mit Komponisten-Studios (z.B. "Studio für elektronische Musik der Akademie Basel" und "Experimentalstudio des SWF"), habe ich in den letzten Jahren ein eigenes, kleines und sehr feines Studio mit derzeit 32 I/O aufgebaut.

Die Audio-Technik hat, besonders in den vergangenen Dekaden, geradezu extreme Veränderungen erlebt und genau in diesem Punkt kamen mir, bei der Auswahl meiner Geräte, die Erfahrungen aus diesen so hochwertig ausgestatteten Studios (und auch meine eigenen Konzerterfahrungen aus 3 Dekaden), sehr zu Hilfe.

Für den Aufbau meines Studios waren audiophile Qualität und Mobilität der Maßstab. Studio bedeutet zwar auch "Recording-Studio“, in diesem Fall aber primär „Experimentalstudio für elektroakustische Musik“.

weiterlesen »

img

Mein Langzeit-Projekt 2006-2010 bestand darin, einen kompakten analogen (historischen) Bühnen-Synthesizer komplett in die Computer-Live-Elektronik einzubinden.

Der duophone ARP Odyssey (Bj. 1972-81) hatte sich, nach einigen Modifikationen, als besonders geeignet dafür herausgestellt. Ein Instrument, das verhältnismäßig gut zu warten und zu erweitern ist. Ein wunderbarer Synthesizer, dessen klangliche Vielschichtigkeit und starker Charakter überzeugen.

Auch der MiniMoog Model D setzt sich aus dem immergleichen Grunde durch: er bietet eine klangliche Statur, die sonst nur grosse Systeme zu erzeugen in der Lage sind. Kein anderer Synthesizer hat eine derartige Signatur und ist so deutlich zu identifizieren.

ARP » Moog »